Die Schirmherrin
Die Schirmherrin der Aktion: Renate Lingor

Renate Lingor musste nicht lange überlegen, als ihr die Schirmherrschaft zur Aktion „Mädels vor, noch ein Tor!“ angeboten wurde.
„Es geht um Fußball und es geht um meine Heimatregion“,
sagte die gebürtige Karlsruherin, die von 1995 bis 2008 fast 150 Länderspiele für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) bestritt, zwei Mal Weltmeisterin sowie zwei Mal Europameisterin wurde und an vier Olympischen Spielen teilnahm.
Die Laufbahn Renate Lingors begann auf der Straße, wo sie „mit den Jungs“ spielte. In ihrem Fall waren das in erster Linie die fußballverrückten Vater und Bruder. Über den SV Blankenloch kam sie 1983 als E-Jugendliche zum Karlsruher SC und spielte gleichzeitig bei den Jungs des KSC sowie bei der Mädchenmannschaft des DFC Spöck (später DFC Eggenstein).
»Wir mussten damals immer sehr weit fahren, um Gegnerinnen zu finden«,
erinnerte sich Renate Lingor, die schließlich 1989 zum SC Klinge Seckach wechselte und dort erstmals Bundesliga-Luft schnupperte. Hier, im Neckar-Odenwald-Kreis, reifte sie zur Nationalspielerin und empfahl sich für die SG Praunheim, die sie 1997 in den Frankfurter Stadtteil lotste. Ein Jahr später wurde aus der SG der 1. FFC Frankfurt, der mit der Mittelfeldspielerin Renate Lingor zur stärksten Frauenfußball-Mannschaft der Welt aufstieg.

Die Liste der Titelerfolge ist lang, besonders gerne erinnerte sich Renate Lingor an die beiden WM-Triumphe zurück:
»2003 in den USA, das war der erste absolut große Titel und im Halbfinale in Portland haben wir sogar die favorisierten US-Amerikanerinnen 3:0 geschlagen«, schwärmt sie. »Und 2007 in China haben wir kein einziges Gegentor kassiert und mit dem 11:0-Sieg über Argentinien einen WM-Rekord aufgestellt.«
Beim Weltturnier, das 2011 in Deutschland und unter anderem in Sinsheim über die Bühne ging, stand Renate Lingor nicht mehr auf dem Platz – war aber dennoch dabei. Denn seit 2006 arbeitet die studierte Sportwissenschaftlerin, die ihr Studium in Frankfurt abschloss und anschließend in der Mainmetropole blieb, beim DFB. Dort ist sie Mitarbeiterin des Organisationskomitees für die Abteilung „Städte und Stadien“ und als WM-Botschafterin für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011 viel unterwegs.
»Ich kümmere mich unter anderem um die Trainingsplätze für die Teams und mache im ganzen Land Werbung für das Turnier«, sagt sie und versichert wenige Wochen vor dem Turnierstart: „Die Vorfreude steigt jeden Tag.“
Im straffen Terminkalender fand die Ex-Nationalspielerin immer noch Zeit, um als Schirmherrin von „Mädels vor, noch ein Tor!“ aufzutreten.
»Das ist eine tolle Aktion, die zeigt, dass Dietmar Hopp und seiner Stiftung nicht nur der Männer-, sondern auch der Mädchen- und Frauenfußball am Herzen liegt. Mit einem solchen Engagement, das zum Beispiel auch durch das moderne Trainingszentrum der Hoffenheimer Frauen in St. Leon-Rot zum Ausdruck kommt, wird der Mädchenfußball optimal weiterentwickelt. Darüber freue ich mich natürlich besonders.«

