Förderung von Mädchenfußball in der
Metropolregion Rhein-Neckar

gefördert durch die Dietmar Hopp Stiftung

Aktion: "Mädels vor, noch ein Tor!"

„Mobil zum Spiel“-Nachfolger lief bis zur Frauen-WM 2011

2007 holte die Frauenmannschaft den Weltpokal. Und die nächste Frauen-Fußballweltmeisterschaft fand sogar im eigenen Land statt! Die Dietmar Hopp Stiftung nahm dies zum Anlass, erneut eine Aktion zu starten, die sich mit dem Thema Fußball beschäftigt und einmal mehr genau ein Jahr lang bis zur Weltmeisterschaft dauerte. Stand bei Mobil zum Spiel das ehrenamtliche Engagement im jeweiligen Fußballverein im Vordergrund, werden jetzt ganz gezielt Mädchenmannschaften unterstützt.

Katrin Tönshoff, Leiterin der Geschäftsstelle der Dietmar Hopp Stiftung stellte fest:

„Mädchenfußball ist ganz klar im Kommen. Aber er wird häufig noch belächelt. Aus den Gesprächen mit den Verbänden wissen wir: Beim Stellenwert innerhalb der Vereine kann der Mädchenfußball noch zulegen, gleiches gilt für die Vergabe von Sponsorengeldern, aber auch für die Zuschauerzahlen. Mädchenmannschaften genießen weder die Wertschätzung noch wird ihnen die Ausstattung zuteil, die Jungs bekommen. Wir möchten den Mädels einen Pass zuspielen.“

Dietmar Pfähler, Sportreferent der Dietmar Hopp Stiftung, erläuterte:

„Wenn Mädchen sich in ihrem Verein für die Gründung einer Fußballmannschaft einsetzen, so stellt das den Verein häufig vor organisatorische Herausforderungen.“

Die Dietmar Hopp Stiftung stellte 250.000 Euro bereit, um damit Mädchenmannschaften aus der Metropolregion Rhein-Neckar auszustatten. „Mädels vor, noch ein Tor!“ richtete sich an C- und D-Mannschaften. 71 Vereine in der Metropolregion haben eine Jugendmannschaft dieser Altersklasse im Mädchenfußball. Sie konnten sich um eine Mädchenfußball-Schatzkiste bewerben.

Diese ist gefüllt mit kompletten Trikotsets für Sommer und Winter sowohl für die C- als auch die D-Mannschaft, mit einem Satz Bälle (20 Spiel- und zehn Trainingsbälle), dazu Hütchen und Stangen für’s Training, einem Sanitätskoffer – natürlich mit Eisbox – und zwei Trainingstoren, das alles bedruckt im fröhlichen „Mädels vor, noch ein Tor!“-Design.

Dietmar Pfähler hatte sich für Mobil zum Spiel in den vergangenen zwölf Monaten intensiv mit dem Jugendfußball in der Metropolregion Rhein-Neckar beschäftigt – und er traf auch auf einige Mädchenmannschaften. Spielen Mädchen anders Fußball als Jungs? Pfähler lacht und erklärte:

„Mädchen kämpfen genau so sehr um Tore wie die Jungs. Sie trainieren fleißig, wollen Spaß haben und natürlich auch gewinnen. Aber einen Unterschied gibt es doch: Mädchen wollen dabei auch gut aussehen.“

Die Aktion „Mädels vor, noch ein Tor!“ begann am Samstag, 26. Juni 2010, dem Tag des Mädchenfußballs in Baden-Württemberg, auf der rheinland-pfälzischen Seite startete die Aktion beim dortigen Mädchenfußballtag eine Woche später. Die Aktion endete am 22. Mai 2011 mit einem Abschlussfest im Dietmar-Hopp-Stadion in Hoffenheim kurz vor Beginn der Frauenfußball Weltmeisterschaft.